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Ratgeber

Immobilie inserieren: Kosten, Portale & Bilder im Vergleich

Wer eine Wohnung oder ein Haus inseriert, steht zuerst vor der Wahl des Portals und dann vor der Frage, was ins Inserat gehört. Hier finden Sie die Kosten von ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen und kostenlosen Alternativen, die richtige Reihenfolge der Bilder, Tipps für Titel und Beschreibung und eine Checkliste vor dem Start.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit ca. 9 Minuten

Portale und Kosten im Vergleich

Die großen Portale unterscheiden zwischen Vermietung und Verkauf und zwischen privaten und gewerblichen Anbietern. Für private Vermieter gibt es oft ein kostenloses Einstiegsangebot, für Verkaufsinserate selten. Bezahlte Pakete laufen je nach Portal ein paar Wochen bis drei Monate, manche verlängern sich automatisch.

Die Tabelle zeigt, was die Portale selbst für private Anbieter angeben. Wo ein Portal keinen festen Preis veröffentlicht, steht „Preis auf Anfrage“; den genauen Betrag sehen Sie dann erst beim Anlegen des Inserats.

ImmoScout24
KostenlosMiete: ein Basis-Inserat für Wohnimmobilien pro 6 Monate, bis zu 10 Kontaktanfragen. Für Verkaufsinserate nennt die Seite kein kostenloses Angebot.
KostenpflichtigPreis auf Anfrage. Hängt laut Portal von Objektart, Lage und Laufzeit ab und wird beim Anlegen angezeigt.
LaufzeitKostenlos: 14 Tage (Nachmieter 7 Tage), endet automatisch. Bezahlt: je nach Paket.
Immowelt
KostenlosMiete: der erste Monat im Paket immoBasis, dasselbe Objekt einmal innerhalb von 3 Monaten. Verkauf: kein kostenloses Angebot genannt.
KostenpflichtigPreis auf Anfrage. Nach dem Gratismonat gilt der jeweils gültige Preis des gebuchten Pakets.
LaufzeitVerlängert sich automatisch, wenn Sie nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf kündigen.
Kleinanzeigen
KostenlosBis zu 2 Anzeigen gleichzeitig, dazu bis zu 2 neue innerhalb von 30 Tagen, je Unterkategorie wie Mietwohnungen oder Häuser zum Kauf.
KostenpflichtigÜber dem Limit 19,99 € je Anzeige für Mietwohnungen und Häuser zur Miete, 21,99 € für Eigentumswohnungen und Häuser zum Kauf, inkl. MwSt.
LaufzeitBezahlte Anzeigen: 30 Tage, Verlängerung zum selben Preis.
Immobilo
KostenlosKostenfrei für Privatanbieter.
KostenpflichtigKeine Kosten genannt.
Laufzeit30 Tage, verlängerbar.
ohne-makler.net
KostenlosKein kostenloses Inserat, bezahlt wird die Veröffentlichung.
KostenpflichtigPakete für mehrere Portale. Verkauf ab 129 € für 1 Monat, Vermietung ab 49 € für 2 Wochen; mit ImmoScout24 ab 149 € bzw. 59 €.
Laufzeit1 bis 3 Monate (Vermietung ab 2 Wochen), ohne automatische Verlängerung.
Stand: Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr. Bedingungen für private Anbieter laut immobilienscout24.de, immowelt.de, hilfe.kleinanzeigen.de, immobilo.de, ohne-makler.net. Prüfen Sie Preis und Laufzeit vor der Buchung auf der Seite des Portals.

ImmoScout24

Laut ImmoScout24 suchen dort 9,7 Millionen Menschen im Monat nach einem Kaufobjekt. Private Vermieter können eine Wohnimmobilie kostenlos als Basis-Inserat einstellen, allerdings nur einmal in sechs Monaten, für 14 Tage und mit bis zu 10 Kontaktanfragen. Bei einer gefragten Mietwohnung in der Stadt reicht das oft. Wer verkauft oder mehr Anfragen will, bucht ein bezahltes Paket. Den Preis zeigt das Portal erst beim Anlegen, er hängt von Objektart, Lage und Laufzeit ab.

Immowelt

Das frühere Portal Immonet gibt es nicht mehr eigenständig, immonet.de leitet auf immowelt.de weiter. Private Vermieter inserieren laut Immowelt den ersten Monat kostenlos. Danach verlängert sich das Inserat zum jeweils gültigen Preis, wenn Sie nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf kündigen. Tragen Sie sich das Datum ein, wenn Sie nur den Gratismonat nutzen wollen. Für Verkaufsinserate nennt Immowelt keine öffentlichen Preise.

Kleinanzeigen

Bei Kleinanzeigen können Privatnutzer bis zu zwei Immobilienanzeigen gleichzeitig und bis zu zwei neue innerhalb von 30 Tagen kostenlos einstellen, auch zum Verkauf. Darüber hinaus kostet jede Anzeige 19,99 € (Miete) oder 21,99 € (Kauf), bezahlte Anzeigen laufen 30 Tage. Das Publikum ist breiter und weniger auf Immobilien eingestellt als auf den Fachportalen; rechnen Sie mit mehr Nachfragen, die schon im Inserat beantwortet sind.

Kostenlose und gebündelte Alternativen

Kleinere Portale wie Immobilo sind für Privatanbieter kostenfrei, haben aber weniger Besucher. Dienste wie ohne-makler.net veröffentlichen ein Inserat gegen eine einmalige Gebühr auf mehreren Portalen zugleich, ohne automatische Verlängerung. Kostenlos und oft unterschätzt sind Aushänge in Supermarkt und Bäckerei, die Hausverwaltung, die einen Nachmieter sucht, und der Arbeitgeber in der Nähe mit einem schwarzen Brett.

Wo inserieren Sie am besten?

Es gibt keine Antwort, die für jede Immobilie passt. Diese Faustregeln helfen bei der Wahl:

  • Mietwohnung in der Stadt. Starten Sie mit einem kostenlosen Inserat auf einem großen Portal und Kleinanzeigen. Kommen zu wenige passende Anfragen, buchen Sie ein bezahltes Paket.
  • Mietwohnung auf dem Land. Die Zahl der Suchenden ist kleiner. Ein Inserat auf zwei Portalen und ein Aushang im Ort erreichen oft mehr als ein teures Paket auf einem Portal.
  • Haus oder Eigentumswohnung zum Kauf. Hier lohnt sich ein bezahltes Inserat mit ausreichend Laufzeit, denn Käufer suchen länger und vergleichen mehr. Planen Sie eher einen bis drei Monate ein als zwei Wochen.

Achten Sie bei jedem Paket auf drei Dinge: wie lange es läuft, ob es sich automatisch verlängert und bis wann Sie kündigen müssen. Wer mehrere Portale nutzt, sollte überall dieselben Angaben machen; ein abweichender Preis oder eine andere Wohnfläche weckt Misstrauen. Wie ein Privatverkauf insgesamt abläuft, steht im Ratgeber Haus privat verkaufen.

Titel und Beschreibung

In der Trefferliste sehen Interessenten nur das Titelbild, den Titel und die Eckdaten. Der Titel muss deshalb in einer Zeile sagen, was die Immobilie von den anderen in der Liste unterscheidet.

  • Gut: „Helle 3-Zimmer-Wohnung mit Südbalkon, Leipzig-Plagwitz“
  • Schwach: „Traumwohnung in Toplage!!!“

Nennen Sie Objektart, Zimmerzahl, eine Besonderheit und den Stadtteil. Wörter wie „Traum“, „einmalig“ oder „Toplage“ überliest man, Ausrufezeichen wirken unseriös.

Die Beschreibung hat auf den Portalen eigene Felder, meist für Objekt, Ausstattung, Lage und Sonstiges. Nutzen Sie sie getrennt, denn Interessenten springen gezielt zu dem Feld, das sie interessiert. Schreiben Sie in kurzen Absätzen und mit Tatsachen: Baujahr, Modernisierungen mit Jahr, Bodenbeläge, Heizung, Ausrichtung des Balkons. Beschreiben Sie, was die Fotos nicht zeigen, statt sie nachzuerzählen.

Ins Lagefeld gehören Gehminuten zu Haltestelle, Einkauf, Schule und Kita. Wie Sie das formulieren, mit drei Beispielen zum Kopieren, steht im Ratgeber Mikrolage beschreiben. Vergessen Sie die Pflichtangaben aus dem Energieausweis nicht; welche das sind, erklärt der Ratgeber Immobilien-Exposé erstellen.

Bilder und ihre Reihenfolge

Das erste Bild entscheidet, ob jemand das Inserat öffnet. Es ist auf den Portalen meist das Vorschaubild in der Trefferliste und wird dort klein angezeigt. Ein heller Raum mit klarer Linie funktioniert besser als eine Außenansicht im Gegenlicht.

  • Fotografieren Sie bei Tageslicht, mit eingeschalteten Lampen und aufgeräumten Räumen, im Querformat.
  • Halten Sie die Kamera gerade und etwa auf Brusthöhe. Stürzende Linien lassen Räume schief wirken.
  • Zeigen Sie jeden Raum, auch Bad und Flur. Ein fehlendes Bad wirft mehr Fragen auf als ein altes.
  • Korrigieren Sie Helligkeit und Ausrichtung, aber retuschieren Sie keine Mängel weg.

Bewährt hat sich diese Reihenfolge in der Galerie:

  1. Titelbild: der stärkste Raum oder die Außenansicht
  2. Wohnbereich, Küche, Schlafzimmer, Bad, in der Reihenfolge eines Rundgangs
  3. Balkon, Terrasse oder Garten und der Ausblick
  4. Treppenhaus, Keller, Stellplatz, Fassade
  5. Grundriss
  6. Umgebungskarte mit Legende und Gehminuten

Grundriss und Umgebungskarte stehen am Ende, weil sie Fragen beantworten, die erst nach den Fotos kommen: Wie liegen die Räume zueinander, und was ist in der Nähe? Verwenden Sie nur Bilder, an denen Sie die Rechte haben. Fotos aus dem Internet oder aus alten Inseraten anderer Anbieter gehören nicht dazu.

Warum die Umgebungskarte in die Galerie gehört

Die Lage ist für viele Interessenten das wichtigste Kriterium, gerade für Ortsfremde. Die Portale zeigen zwar die Adresse auf einer eigenen Karte, aber ohne die Orte, die für den Alltag zählen: die Grundschule, die Kita, den Supermarkt, die Haltestelle.

Eigene interaktive Karten lassen sich in die Inserate auf ImmoScout24, Immowelt und Kleinanzeigen nicht einbinden, in die Galerie laden Sie Bilder hoch. Was Sie zur Lage zeigen wollen, muss deshalb ein fertiges Bild sein, das sich ohne Begleittext erklärt:

  • mit einer Legende im Bild, weil neben dem Foto kein erklärender Text steht,
  • mit Gehminuten zu den wichtigsten Orten, weil Minuten mehr sagen als Meter,
  • mit einer Quellenangabe für die Kartendaten, weil Kartenmaterial fast immer einer Lizenz unterliegt.

Der schnelle Weg, ein Screenshot aus Google Maps, ist dafür keine gute Wahl. Google erlaubt Kartenausschnitte nur unter eigenen Bedingungen; was das für Exposé und Inserat heißt, erklärt der Beitrag Google-Maps-Screenshot im Exposé. Karten aus OpenStreetMap-Daten dürfen mit Quellenangabe auch gewerblich genutzt werden.

Lagepin zeichnet aus diesen Daten zu jeder Adresse eine Lagekarte für das Inserat: 6 Layouts in 3 Formaten, als PNG und SVG, mit Legende, Gehminuten und Quellenangabe im Bild. Das Querformat passt in die Galerie der Portale, das Hochformat ins PDF-Exposé.

Checkliste vor dem Start

Gehen Sie die Liste durch, bevor Sie das Inserat freischalten. Ändern können Sie es auch später, aber wer das Inserat in den ersten Tagen öffnet, sieht die erste Fassung.

  • Pflichtangaben aus dem Energieausweis im Inserat
  • Titel mit Objektart, Zimmern, Besonderheit und Stadtteil
  • Titelbild hell, scharf, im Querformat
  • Alle Räume fotografiert, Reihenfolge wie ein Rundgang
  • Grundriss und Umgebungskarte als Bilder in der Galerie
  • Flächen mit Berechnungsmethode, Zimmer, Etage, Baujahr
  • Kaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten und Kaution oder Kaufpreis und Provision
  • Lagebeschreibung mit Gehminuten statt Werbewörtern
  • Rechte an allen Fotos und Karten geklärt
  • Laufzeit, Verlängerung und Kündigungsfrist des Pakets notiert
  • Antwortvorlage für Anfragen und freie Besichtigungstermine bereit
  • Unterlagen für Interessenten griffbereit, z. B. Exposé als PDF

Für das PDF-Exposé, das Sie Interessenten nach der ersten Anfrage schicken, gibt es eine kostenlose Exposé-Vorlage für Word und PDF. Makler, die viele Objekte inserieren, finden unter Lagepin für Makler, wie sie Umgebungskarten für jedes Objekt erstellen.

Häufige Fragen

Wo kann ich eine Immobilie kostenlos inserieren?
Für Mietwohnungen bieten ImmoScout24 und Immowelt private Gratis-Inserate mit Einschränkungen an, bei ImmoScout24 etwa 14 Tage und bis zu 10 Kontaktanfragen. Kleinanzeigen erlaubt Privatnutzern bis zu zwei Immobilienanzeigen gleichzeitig und zwei neue innerhalb von 30 Tagen ohne Gebühr, auch zum Verkauf. Immobilo ist für Privatanbieter kostenfrei. Für Verkaufsinserate auf ImmoScout24 und Immowelt nennen die Portale kein kostenloses Angebot. Stand: Oktober 2026, die Bedingungen ändern sich häufig.
Was kostet ein Inserat bei ImmoScout24?
Für private Vermieter gibt es ein kostenloses Basis-Inserat mit 14 Tagen Laufzeit. Bezahlte Inserate kosten je nach Objektart, Lage und Laufzeit unterschiedlich viel. ImmoScout24 veröffentlicht dafür keine feste Preisliste, der Preis wird beim Anlegen des Inserats angezeigt.
Was kostet ein Inserat bei Immowelt?
Private Vermieter inserieren laut Immowelt den ersten Monat kostenlos im Paket immoBasis. Danach verlängert sich das Inserat zum jeweils gültigen Preis, wenn Sie nicht spätestens 24 Stunden vor Ablauf kündigen. Preise für Verkaufsinserate nennt Immowelt nicht öffentlich. Immonet gibt es nicht mehr als eigenes Portal, immonet.de leitet auf Immowelt weiter.
Wo inseriere ich eine Wohnung am besten?
Für die meisten Wohnungen reicht ein großes Portal, ergänzt um Kleinanzeigen. In Großstädten kommen auf ImmoScout24 oder Immowelt oft schon in kurzer Zeit viele Anfragen. In kleineren Orten lohnt es sich, zusätzlich lokal zu suchen, etwa über Aushänge oder die Zeitung. Wichtiger als die Zahl der Portale ist ein vollständiges Inserat mit guten Fotos, Grundriss und Lage.
Kann ich eine interaktive Karte ins Inserat einbauen?
Nein. Die Portale zeigen die Adresse in der Regel selbst auf einer eigenen Karte an, eine eigene interaktive Karte lässt sich aber nicht einbinden. In die Galerie laden Sie Bilder hoch. Eine Umgebungskarte als Bild mit Legende und Gehminuten zeigt Interessenten, was in der Nähe liegt.
Muss ich die genaue Adresse im Inserat angeben?
Nein. Die Portale lassen Sie meist wählen, ob die vollständige Adresse oder nur Straße oder Ort angezeigt wird. Bedenken Sie, dass eine Umgebungskarte mit Markierung die Lage ebenfalls zeigt. Laden Sie sie in diesem Fall erst hoch oder verschicken Sie sie erst, wenn Sie die Adresse ohnehin herausgeben würden.